Karrierenförderung für Frauen
Seit seiner Gründung bekundet die Hochschule für Wirtschaft (HSW) den ausdrücklichen Willen, Berufskarrieren von Frauen wirkungsvoll zu fördern. Während dies auf der Bachelorstufe ausgezeichnet gelingt, leiden die Nachdiplomstudien an weiblicher Untervertretung. Noch schwächer fällt das Ergebnis beim Lehrkörper aus.
- Bachelor: Mit über 40% Studentinnen auf der Bachelorstufe, befindet sich die HSW Freiburg schweizweit in der Spitzengruppe dieses Schultypus. Dies ist hauptsächlich auf eine gute Förderung in den Berufsschulen und an den Gymnasien zurückzuführen. Dieser hohe Anteil ist zweifellos ein erster Trumpf, um die Frauenkarrieren in der Wirtschaft voran zu treiben.
- (Konsekutiv-)Master: Das im Herbst 2008 gestartete Masterstudium verzeichnet bezüglich Frauenvertretung eine ähnliche Tendenz wie beim Bachelor.
- Nachdiplomstudien: Die schwache Frauenpräsenz widerspiegelt den ungenügenden Anteil an weiblichen Führungskräften im mittleren und oberen Kaderbereich der Unternehmen und Verwaltungen. Immerhin gibt es eine erfreuliche Ausnahme: Beim CAS „Kommunikation" stellen die Frauen mehr als 80% der Teilnehmenden.
- Lehrkörper: Es gilt festzuhalten, dass die Frauen bei den Dozierenden noch zu schwach vertreten sind. In der Tat sind Bewerbungen von Frauen bei Stellenausschreibungen noch nicht so zahlreich. Beim Sprachunterricht hingegen ist der Frauenanteil höher.
- Kinderkrippe: Echte Frauenförderung wird durch die Mitwirkung der HSW bei der gemeinsamen Kinderkrippe der Freiburger Fachhochschulen begünstigt. Die HSW unterstützt damit die Master- und Nachdiplom-Studierenden, welche ihre Kinder während des Vorlesungsbesuchs in der Krippe in Obhut geben können.
- Netzwerkarbeit : Mit Unterstützung des BBT und initiiert durch die fünf Wirtschaftsfachhochschulen der Westschweiz, hat sich Career Women (www.career-women.ch) zu einem ausgedehnten Netz von Vereinigungen zusammengetan, mit dem Zweck, weibliche Karrieren zu fördern und deren Umsetzung zu unterstützen. Dort finden Sie Seminare und Tagungen in Spitzenbereichen und haben die Möglichkeit, in dynamischen Vereinigungen Netzwerkarbeit zu machen, Business-Frauen zu treffen oder eine Mentorin zu finden. Eine Stellenbörse erleichtert die Suche von Unternehmen, die Frauenkarrieren gegenüber offen eingestellt sind.
Gewiss muss noch viel für die Förderung von Frauenkarrieren getan werden. Die HSW wird auch künftig ihre diesbezüglichen Anstrengungen fortsetzen.
